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Fragen und Antworten

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Was ist FuturePlanter?

Die kostenlose Webanwendung FuturePlanter zeigt Dir, welche ausgesuchten Wildbienen (wir nennen sie Zielarten) in Deiner Nähe vorkommen und mit welchen Pflanzen Du sie im Rahmen Deiner Möglichkeiten am besten fördern kannst.

Wie werden die Zielarten ausgesucht?

Viele Wildbienen sind auf ganz bestimmte Pflanzen (im Extremfall auf genau eine Art) spezialisiert oder haben zumindest ganz klare Vorlieben. Diese Arten sind entsprechend sensibel, lassen sich aber gezielt fördern. Wir schauen uns das gesamte lokale Wildbienenvorkommen an und wählen daraus eine Gruppe an Spezialisten aus. 

Ist es sinnvoller, spezialisierte Arten statt Wildbienen allgemein zu fördern?

Viele spezialisierte Wildbienen zählen auch zu den seltenen und bedrohten Arten. Somit ist eine gezielte Förderung unerlässlich, wenn man die Artenvielfalt unter den Wildbienen erhalten will. Die Blüten, welche die Spezialisten anfliegen, werden auch von vielen anderen Wildbienen genutzt. Geht man also von den Förderung der Spezialisten aus, profitieren alle mit. Umgekehrt gilt das nicht immer.

Für welche Standorte kann FuturePlanter Empfehlungen abgeben?

Grundsätzlich gibt FuturePlanter Empfehlungen für die gesamte Schweiz. Konkrete, von lokalen Wildbienenvorkommen ausgehende Pflanzentipps geben wir nur für urbane Räume, in der Pilotphase 2019 sind das Zürich, Zug, Cham und Schaffhausen. In Zusammenarbeit mit Gemeinden und Wildbienenexperten erweitern wir unsere Datenbasis, um möglichst bald für weitere Orte spezifische Empfehlungen abgeben zu können. Das Projekt zielt also auch auf die Erschliessung des Wissens um die lokalen Wildbienenvorkommen in Schweizer Städten.

Weshalb sind urbane Räume für Wildbienen so wichtig?

In Zeiten von Intensivlandwirtschaft finden Wildbienen in urbanen Räumen pestizidarme Rückzugsorte mit potentiell reichem Blütenangebot. Unsere Daten belegen dies deutlich: Beispielsweise kommen allein in der Stadt Zürich fast ein Drittel aller in der Schweiz heimischen Arten vor, darunter auch einige seltene Arten, die im Rest des Landes nur noch von ganz wenigen anderen Stadorten bekannt sind. Auch weiss man bislang von keiner einzigen Wildbienenart, die das Siedlungsgebiet meiden würde, solange die Nahrungs- und Nistanbedingungen stimmen. Und hey, nicht zuletzt leben drei Viertel von uns in Städten! Wenn wir alle was unternehmen, wird die Wirkung gewaltig sein.

Woher kommen die Daten von FuturePlanter?

Die Daten, auf die FuturePlanter sich stützt, wurden von Wildbienenexperten meist im Auftrag der jeweiligen Gemeinden erhoben. Diese Experten sind auch Teil von FuturePlanter und arbeiten an dem Projekt und seinen Empfehlungen mit. Die entsprechenden Wildbienendaten sind auch in der Datenbank des Schweizerischen Zentrums für die Kartografie der Fauna (SZKF / CSCF) hinterlegt.

Wie finanziert sich FuturePlanter?

Die Pilotphase von FuturePlanter wurde vollumfänglich von der gemeinnützigen Stiftung Green Advance finanziert. Zudem wäre die Umsetzung des Prototyps ohne die bislang ehrenamtliche Mithilfe unserer Experten nicht möglich geworden. Die Weiterentwicklung der Plattform wird jedoch auch auf Fördergelder und Spenden angewiesen sein.

Was kann man sonst noch für Wildbienen tun?

Unser Augenmerk liegt vor allem auf der Verbesserung des urbanen Blütenangebotes. Natürlich kannst Du den Wildbienen noch in vielerlei anderer Hinsicht helfen. Beispielsweise durch das Anlegen von Nistplätze (und da gibt es Sinnvolleres als blosse Bienenhotels). Du kannst auch Deinen Konsum anpassen und dadurch eine umweltverträgliche Landwirtschaft fördern. Informiere Dich, trage zur Aufklärung bei und werde vielleicht sogar politisch aktiv.

Unsere Empfehlungen im Einzelnen und Infos rund um das Thema findest Du in der Seitennavigation; sie werden laufend erweitert und angepasst.